Lehrveranstaltungen HWS 2015


Proseminar

Dozentin: Maria Preißinger

Einführung in die Politische Soziologie: Klassiker der politischen Einstellungs- und Wahlforschung

Mi 8:30-10:15, 2 SWS

Raum: A 103, B6

Inhalt:

In diesem Seminar werden vier grundlegende Werke der politischen Einstellungs- und Wahlforschung ausführlich gelesen und besprochen (The People’s Choice, The American Voter, The Nature of Belief Systems in Mass Publics, The Nature and Origins of Mass Opinion). Ihr intellektueller Einfluss ist so stark, dass fast jeder aktuelle Aufsatz in diesem Forschungsgebiet in der Tradition mindestens einer dieser Werke steht.

Das Proseminar verfolgt mehrere Ziele: Es soll einen Überblick über verschiedene Ansätze der Einstellungs- und Wahlforschung geben sowie Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausarbeiten, sodass die Teilnehmer/innen die aktuelle Forschungsliteratur in diesem Gebiet verstehen und hinterfragen können. Dabei soll insbesondere das kritische Lesen empirischer Texte geschult werden. Da sich alle Werke auf den speziellen Kontext von US-amerikanischen Präsidentschaftswahlkämpfen beziehen, wird ein weiterer Fokus auf der Diskussion liegen, ob sich die Befunde auf den politischen Kontext in Deutschland übertragen lassen.

Anforderungen:  Referat und Seminararbeit mit empirischer Analyse

Empfohlen für:  BA Politikwissenschaft 3. Semester

Empfohlene Literatur:

Lazarsfeld, Paul F./Bernard Berelson/Hazel Gaudet. 1944. The People’s Choice. New York: Duell, Sloan and Pearce.

Campbell, Angus/Philip E. Converse/Warren E. Miller/Donald E. Stokes. 1980 [1960]. The American Voter. New York: Wiley.

Converse, Philip E. 2006 [1964]. The Nature of Belief Systems in Mass Publics, in: Critical Review 18 (1-3), 1-29.

Zaller, John R. 1992. The Nature and Origins of Mass Opinion. Cambridge: Cambridge University Press, 97-117.


 

Proseminar

Dozent: Matthias Mader

Einführung in die Politische Soziologie: Psychologie politischer Einstellungen

Mo 10:15-11:45, 2 SWS

Raum: A 103, B6

Inhalt:

Politische Einstellungen gehören zu den wichtigsten theoretischen Konzepten der Politikwissenschaft: Zum einen bestimmen sie, wie Bürger das politische Geschehen um sie herum wahrnehmen. Zum anderen geht man davon aus, dass Einstellungen das politische Verhalten der Bürger steuern. Der Einstellungsforschung kommt die Aufgabe zu, die Entstehung, Veränderung und Wirkung politischer Einstellungen zu erklären. Im Rahmen des Seminars geht es zunächst um die Struktur, Funktion und Messung politischer Einstellungen. Anschließend behandeln wir die Frage, wie Einstellungen durch soziale Gruppen und persuasive Kommunikation beeinflusst werden. Abschließend befassen wir uns mit der Wirkung von Einstellungen auf politische Informationsverarbeitung und Verhalten.

Statistik- und Methodenkenntnisse und Erfahrung mit Stata sind keine notwendige Voraussetzung für den Leistungsnachweis.

 Empfohlen für:   Studierende im 3. Semester des B.A.-Studiengangs Politikwissenschaft, Basismodul Politische Soziologie

Anforderungen:

 regelmäßige und aktive Teilnahme, schriftliche Zusammenfassung der Pflichtlektüre, Referat sowie  Hausarbeit.

 Empfohlene Literatur:

 Bohner, G. und M. Wänke. 2002. Attitudes and Attitude Change. Hove, UK: Psychology Press.

 


Proseminar

Dozent: Andreas Jungherr

Einführung in die Politische Soziologie: Psychologie politischer Kommunikation

Mi 13.45-15.15, 2SWS

Raum: A 103, B6

Inhalt:

In modernen Gesellschaften findet die Vermittlung von Politik zunehmend über die Massenmedien statt. Massenmedien fungieren dabei nicht nur als Plattformen zum Austausch von Informationen, sondern treten auch als Akteure in Erscheinung, die spezifische Positionen vertreten und damit die öffentliche Meinung mitbestimmen. Für das Verständnis politischer Prozesse im Verhältnis von Massenmedien und Politik ist deshalb die Kenntnis der beteiligten Kommunikationsagenten, -strukturen und -inhalte unverzichtbar. Im Rahmen des Proseminars werden die wichtigsten Ansätze und Ergebnisse klassischer Studien der politischen Kommunikationsforschung behandelt als auch neuere Studien, die sich mit den veränderten Kommunikationsmöglichkeiten und -gepflogenheiten im Medienzeitalter beschäftigen.

Statistik- und Methodenkenntnisse und Erfahrung mit Stata sind keine notwendige Voraussetzung für den Leistungsnachweis.

Empfohlen für:    Studierende im 3. Semester des B.A.-Studiengangs Politikwissenschaft, Basismodul Politische Soziologie

Anforderungen: regelmäßige und aktive Teilnahme, Referat sowie Hausarbeit.

Empfohlene Grundlagenliteratur:

Donald R. Kinder. 2003. Communication and Politics in the Age of Information. In: David O. Sears, Leonie Huddy and Robert Jervis (eds.). Oxford Handbook of Political Psychology. New York: Oxford University Press, 357-393.

Denis McQuail. 2010. News Public Opinion and Political Communication.  In: McQuail's Mass Communication Theory. 6. ed. London: Sage, 503-536.

Winfried Schulz. 2011. Politische Kommunikation: Theoretische Ansätze und Ergebnisse empirischer Forschung. 3. ed. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften

 


Übung Wissenschaftliches Arbeiten

Dozent: Andreas Jungherr

Mi 17.15-13.30, 2SWS

Raum: B 143

Inhalt:

Die Übung vermittelt zentrale Techniken wissenschaftlichen Arbeitens anhand praktischer Beispiele. Behandelt werden unter anderem das Lesen und Bearbeiten wissenschaftlicher Texte, die Literaturrecherche und die Arbeit mit Recherchedatenbanken, das Entwickeln von Forschungsfragen, das Ausarbeiten von Hausarbeiten sowie das Vorbereiten und Präsentieren von Referaten. Die Fertigkeiten werden anhand kleiner Hausaufgaben eingeübt.

Empfohlen für:  1. Semester im BA und das 3. Semester im LAG.

Anforderungen: regelmäßige und aktive Mitarbeit, Referat und Erledigung der Hausaufgaben.

Literatur:

Wird in der Übung bekannt gegeben.

 

Hauptseminar

Dozent: Harald Schoen

Ausgewählte Themen der Internationalen Politik I: Psychologische Grundlagen der öffentlichen Meinung zur Europäischen Integration

Mo 12:00-13:30 Uhr, 2 SWS

Raum: B 143

Inhalt:

Das Seminar behandelt die psychologischen Grundlagen der öffentlichen Meinung zur europäischen Integration. Es werden ausgewählte Konzepte und Erklärungsansätze eingeführt und im Hinblick auf ihre empirische Bedeutung und Erklärungskraft analysiert. Unter anderem wird die Rolle kollektiver Identitäten, materiellen Eigeninteresses und von Elitensignalen betrachtet. Die Teilnehmer erhalten einen Überblick über die aktuelle Forschungsliteratur und untersuchen auf der Grundlage geeigneter Daten ausgewählte empirische Fragestellungen.

Anforderungen: regelmäßige und aktive Teilnahme, Referat sowie Hausarbeit.

Empfohlen für: Studenten im 5. Semester des B.A.-Studiengangs Politikwissenschaft, Aufbaumodul Internationale Beziehungen

Einführende Literatur:

Hobolt, S. B. 2012. Public Opinion and Integration. In: E. Jones, A. Menon, and S. Weatherill (Hg.). The Oxford Handbook of the European Union. Oxford: Oxford University Press, 716-733.

Hooghe, L., and Marks, G. 2009. A Postfunctional Theory of European Integration: From Permissive Consensus to Constraining Dissensus. In: British Journal of Political Science 39 (1), 1-23.

 


Hauptseminar

Dozent: Harald Schoen

Ausgewählte Themen der Politischen Soziologie II: Wahlkampagnen und Wählerverhalten

Mo 13:45-15:15 Uhr, 2 SWS

Raum: B 143

Inhalt:

Wahlen ohne Wahlkämpfe sind kaum vorstellbar. Bürger treffen Wahlentscheidungen daher unter dem Eindruck von Wahlkampagnen. Offen ist jedoch, ob und in welcher Weise Wahlkampagnen Wählerverhalten beeinflussen. In diesem Seminar werden wir untersuchen, welche Rolle Wahlkampagnen für das Wahlverhalten spielen. Auf der Basis unterschiedlicher theoretischer Zugänge werden Wirkungen von Wahlkämpfen auf politische Urteilsbildung, Wahlbeteiligung und Wahlentscheidung betrachtet. In den einzelnen Sitzungen werden zunächst konzeptuelle und theoretische Fragen behandelt. Anschließend erhalten die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre eigenen Datenanalysen zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen.

Anforderungen: regelmäßige und aktive Teilnahme, Referat sowie Hausarbeit.

Empfohlen für: Studenten im 5. Semester des B.A.-Studiengangs Politikwissenschaft, Aufbaumodul Politische Soziologie

Literatur:

Brady, Henry E. und Richard Johnston (Hrsg.). 2006. Capturing Campaign Effects. Ann Arbor: University of Michigan Press.

Schoen, Harald. 2005. Wahlkampfforschung, in: Jürgen W. Falter und Harald Schoen (Hrsg.). Handbuch Wahlforschung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften: 503-542.

 

Übung Wissenschaftliches Arbeiten

Dozent: Harald Schoen

Di 17:15-19.00 Uhr, 2 SWS

Raum: B 143

Inhalt:

Die Übung vermittelt zentrale Techniken wissenschaftlichen Arbeitens anhand praktischer Beispiele. Behandelt werden unter anderem das Lesen und Bearbeiten wissenschaftlicher Texte, die Literaturrecherche und die Arbeit mit Recherchedatenbanken, das Entwickeln von Forschungsfragen, das Ausarbeiten von Hausarbeiten sowie das Vorbereiten und Präsentieren von Referaten. Die Fertigkeiten werden anhand kleiner Hausaufgaben eingeübt.

Anforderungen: regelmäßige und aktive Mitarbeit, Referat und Erledigung der Hausaufgaben.

Empfohlen für: Empfohlen für das 1. Semester im BA und das 3. Semester im LAG.

Literatur:

Wird in der Übung bekannt gegeben.

 

 


Master Seminar

Lecturer: Harald Schoen

Research seminar: Political behavior in context

Tuesday  12.00-13:30 Uhr, 2 SWS

Room: B 143

Outline:

Citizens’ political behavior takes place in context. This statement is both a truism and a challenge. Context is a multidimensional concept comprising – inter alia – social, political, and institutional features. At the theoretical level, the diversity of dimensions requires careful consideration of how to integrate contextual features into individual-level models of political behavior. Moreover, combining data from different levels of aggregation to examine the role of contexts in individual-level behavior raises several methodological issues. In this seminar, we will address the conceptual, theoretical, and methodological issues in the analysis of contextual effects on individual-level political behavior. Students will review the latest empirical studies in the field and prepare research papers in which they analyze specific questions using available data sets.

Requirements:

Credit points can be obtained for a paper (8,000 words), the oral presentation of this paper, as well as active participation during the sessions.

Recommended for: M.A. Students in Political Science (3rd semester) and GESS-graduate students

Introductory Literature:

Jones, Bradford S. 2008. Multilevel Models, in: Janet M. Box-Steffensmeier, Henry E. Brady, and David Collier (eds.). Oxford Handbook of Political Methodology. Oxford: Oxford University Press: 605- 623.

McGraw, Kathleen, M. 2006. Why and How Psychology Matters, in: Robert E. Goodin and Charles Tilly (eds.). Oxford Handbook of Contextual Political Analysis. Oxford: Oxford University Press: 131-156.